Anstieg der Baupreise: Wohngebäude werden teurer

Wer im letzten Jahr ein Wohnhaus gebaut hat, der hat es zu spüren bekommen: Die Preise auf dem Bau gingen deutlich nach oben. Neue Zahlen vom Statistischen Bundesamt zeigen: In allen Teilbereichen des Bauens sind die Preise gestiegen. Insgesamt lag die Verteuerung im letzten Jahr mit 2,6 Prozent weit über der Inflationsrate von 0,5 Prozent.

Wer im letzten Jahr ein Wohnhaus gebaut hat, der hat es zu spüren bekommen: Die Preise auf dem Bau gingen deutlich nach oben. Neue Zahlen vom Statistischen Bundesamt zeigen: In allen Teilbereichen des Bauens sind die Preise gestiegen. Insgesamt lag die Verteuerung im letzten Jahr mit 2,6 Prozent weit über der Inflationsrate von 0,5 Prozent.

Wiesbaden. Ein konventionelles Wohngebäude zu  bauen ist im letzten Jahr in Deutschland um 2,6 Prozent teurer geworden. Um diesen Wert haben die Baupreise zwischen Februar 2016 und Februar 2017 zugelegt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Erstellung des Rohbaus hat sich dabei um 2,5 Prozent verteuert. Besonders stark zugelegt haben die Kosten von Betonarbeiten. Sie stiegen im Vergleichszeitraum um 3,2 Prozent. Maurerarbeiten haben sich dagegen nur um 1,9 Prozent verteuert. Dächer decken oder abdichten zu lassen ist im abgelaufenen Jahr dagegen um 2,2 Prozent teurer geworden.

Bei den Ausbauarbeiten verzeichneten die Statistiker eine Zunahme der Preise um 2,6 Prozent. In diesem Index fallen Tischlerarbeiten nach Angabe des Statistischen Bundesamtes am meisten ins Gewicht. Sie verteuerten sich um durchschnittlich 1,8 Prozent. Die Zahlen zeigen: Die Preisentwicklung auf dem Bau liegt insgesamt  deutlich über dem Anstieg der Verbraucherpreise. Der lag von Januar 2016 bis Januar 2017 bei gerade einmal 0,5 Prozent.

Wohnungsbau: Preissteigerungen bei allen Gewerken

Bei den Installationen für Heizung und Warmwasser haben die Preise von 2016 auf 2017 um 2,8 Prozent zugelegt. Teurer wurden auch Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen. Hierfür mussten im Schnitt 3 Prozent mehr gezahlt werden. Unter dem Strich sind Neubauten also durch Preisanstiege in allen Gewerken teurer geworden. Das gilt übrigens auch für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden: Hierfür mussten – Schönheitsreparaturen nicht mitgerechnet – im Februar dieses Jahres 2,9 Prozent mehr auf den Tisch gelegt werden als noch vor einem Jahr.

Trotz steigender Preise wird jedoch weiterhin fleißig gebaut – der Umsatz des Bauhauptgewerbes hat noch stärker zugelegt als die Preise. Zwischen Januar 2016 und Januar 2017 hat das Bauhauptgewerbe um 7,4 Prozent mehr umgesetzt. Dieses Wachstum geht zwar zum größeren Teil auf das Konto eines boomenden Tiefbaus, der 17,9 Prozent mehr umsetzte. Doch auch im Hochbau – hierrunter fällt unter anderem der Wohnungsbau – zeigte sich mit 3,2 Prozent ein deutliches Plus.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland verfasst.

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