Haushalte geben 36 Prozent ihres Budgets für Wohnkosten aus

Der heutige 15. März ist Weltverbrauchertag. Wofür geben die Verbraucher am meisten Geld aus? Es ist das Wohnen, sagt das Statistische Bundesamt. Mehr als ein Drittel ihres Budgets geben die Deutschen dafür aus – mit steigender Tendenz. Steigende Mieten sind dafür allerdings nicht der wesentliche Grund: Vor allem die privaten Vermieter erhöhen die Kaltmieten kaum.

Der heutige 15. März ist Weltverbrauchertag. Wofür geben die Verbraucher am meisten Geld aus? Es ist das Wohnen, sagt das Statistische Bundesamt. Mehr als ein Drittel ihres Budgets geben die Deutschen dafür aus – mit steigender Tendenz. Steigende Mieten sind dafür allerdings nicht der wesentliche Grund: Vor allem die privaten Vermieter erhöhen die Kaltmieten kaum.

Wiesbaden/Düsseldorf. Der größte Kostenpunkt für die deutschen Haushalte sind die Wohnkosten. Durchschnittlich 36 Prozent ihres Budgets – 859 Euro im Monat – gaben sie im Jahr 2015 für das Wohnen aus. Das hat das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltverbrauchertages mitgeteilt. Demnach liegen die Wohnausgaben noch weit vor den Ausgaben für Essen und Trinken (14 Prozent) sowie Verkehr (13 Prozent).

Die Statistiker berichten außerdem, dass die Ausgaben fürs Wohnen mit steigender Haushaltsgröße abnehmen – hier machen sich Synergieeffekte bemerkbar. So blätterten Einpersonenhaushalte 2015 im Durchschnitt sogar 41 Prozent ihres Budgets fürs Wohnen hin. Zweipersonenhaushalte kamen nur noch auf 35 Prozent, bei mehr als vier Personen fällt der Anteil bis auf 31 Prozent.

Anstieg der Wohnkosten vor allem politisch bedingt

Ein Vergleich mit den Vorjahren zeigt: Die Wohnausgaben sind vergleichsweise stabil geblieben. Im Jahr 2005 gaben die deutschen Haushalte noch durchschnittlich 33 Prozent ihres Geldes fürs Wohnen aus. Nicht vergessen werden darf allerdings die Tatsache, dass der zuletzt sehr niedrige Ölpreis hier Heizkosten deutlich gedrückt hat. Deutlich zeigt sich das in einer Beispielrechnung, die in der WAZ aufgestellt wird: Zwischen 2013 und 2015 fielen die Ausgaben für die Ölheizung einer 80-Quadratmeter-Wohnung um gute 30 Prozent von 1240 auf 864 Euro.

Ölpreisbereinigt wären die Wohnkosten in den letzten Jahren also schon etwas deutlicher gestiegen. Wie der Wohnkostenbericht 2016 von Haus & Grund Rheinland im Herbst letzten Jahres festgestellt hat, sind dafür vor allem steigende Belastungen durch öffentliche Steuern und Abgaben verantwortlich. Die Nettokaltmieten stiegen vergleichsweise moderat. Insbesondere die großen Immobilienkonzerne haben Erhöhungen umgesetzt. So hat laut WAZ die Großvermieterin Vonovia letztes Jahr 1,5 Prozent höhere Mieten verlangt, Vivawest nahm 2,2 Prozent mehr. Die LEG hat die Mieten um 2,2 Prozent angehoben.

Private Vermieter halten Mieten stabil

Die privaten Vermieter halten sich dagegen mehrheitlich sehr zurück, was Mieterhöhungen angeht. Wie aus Zahlen von Haus & Grund Deutschland hervorgeht, haben die privaten Vermieter im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr die Miete im Durchschnitt überhaupt nicht erhöht. In 55,2 Prozent der erfassten Mietverhältnisse gab es zwischen 2015 und 2016 keine Mieterhöhung. Wer in der Wohnung eines privaten Vermieters lebt, hat im Durchschnitt vor 3 Jahren die letzte  Mieterhöhung erhalten.

Ein Grund für diese Zurückhaltung: Gute 25 Prozent der privaten Vermieter erhöhen die Miete grundsätzlich nur bei einem Mieterwechsel. Sie möchten das gute Verhältnis zu ihren oftmals langjährigen Mietern nicht aufs Spiel setzen. Für die Untersuchung hatte Haus & Grund bundesweit Vermieter befragt und dabei die Daten zu mehr als 6.300 Wohnungen zusammengetragen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland verfasst.

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