19 Prozent mehr Baugenehmigungen in NRW

Die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau steigt und steigt. Für das Land Nordrhein-Westfalen liegen jetzt erste Zahlen für das Gesamtjahr 2016 vor. Und die zeigen deutlich: Es wurden so viele Wohnungen genehmigt wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Besonders zugelegt hat der Ausbau im Bestand. Allerdings: Im bundesweiten Vergleich hinkt NRW ein wenig hinterher.

Die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau steigt und steigt. Für das Land Nordrhein-Westfalen liegen jetzt erste Zahlen für das Gesamtjahr 2016 vor. Und die zeigen deutlich: Es wurden so viele Wohnungen genehmigt wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Besonders zugelegt hat der Ausbau im Bestand. Allerdings: Im bundesweiten Vergleich hinkt NRW ein wenig hinterher.

Düsseldorf. Im Jahr 2016 haben die Bauämter in Nordrhein-Westfalen 19,3 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Vorjahr. Insgesamt 66.552 Wohneinheiten dürfen auf der Grundlage diese Genehmigungen errichtet werden. Damit haben 10.747 Wohneinheiten mehr eine Baugenehmigung erhalten als noch im Jahr 2015. Das hat die amtliche Statistikstelle des Landes, IT.NRW, heute mitgeteilt.

Demnach hat NRW im Jahr 2016 zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wieder die Marke von 65.000 Baugenehmigungen überschritten. Die größten Wachstumsraten beobachteten die Statistiker bei den Bauanträgen für Mehrfamilienhäuser. Hier war ein Plus von 22,2 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern legte zu. Insgesamt 4.116 Wohneinheiten bedeuten ein Plus von 12,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2015.

Gegend den Trend: Bei Einfamilienhäusern geht es bergab

Deutlich unterdurchschnittlich zugenommen hat dagegen der Wunsch nach dem Bau von Einfamilienhäusern. Mit 14.545 genehmigten Bauanträgen für solche Projekte ist die Zahl im Vorjahresvergleich sogar um 5,2 Prozent gesunken. Ein möglicher Grund: Während der soziale Wohnungsbau zuletzt sehr hohe Zuwachsraten erzielt, ist die Eigenheimförderung stark heruntergefahren worden. Mehr zu dieser Entwicklung lesen Sie hier.

Sehr stark gewachsen ist auch im Jahr 2016 wieder der Ausbau von bisher nicht zum Wohnen genutzten Räumen – beliebt sind dabei zum Beispiel Dachgeschosse. Insgesamt stellten die Bauämter in NRW 8.668 Baugenehmigungen für die Schaffung neuer Wohnungen in bestehenden Gebäuden aus – das ist ein Plus von 52,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In bislang vorwiegend nicht zum Wohnen genutzten Gebäuden sind 2.266 Wohneinheiten geplant und genehmigt worden. Der Anstieg bei diesen Projekten beträgt sogar stolze 152,1 Prozent.

Mit seinem Wachstum liegt NRW insgesamt allerdings leicht hinter dem Bundestrend. Wie das Statistische Bundesamt letzte Woche bekannt gab, ist die Zahl der genehmigten Wohnungen bundesweit im Jahr 2016 um 21,6 Prozent gestiegen. Ein möglicher Grund könnte darin liegen, dass Nordrhein-Westfalen mit 6,5 Prozent eine besonders hohe Grunderwerbsteuer verlangt – mehr kassiert kein anderes Bundesland.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland verfasst.

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